Gründung des Vereins
Der Schützenverein Langern e.V. steht seit über 100 Jahren für gelebte Tradition, Gemeinschaft und Zusammenhalt im Ort. Die westlich von Werne liegende Bauernschaft umfasst dabei mehr als 500 Einwohner, von denen heute rund 150 bis 160 als Mitglied im Verein mitwirken.
Die Anfänge des Schützenlebens gehen bis in das Jahr 1869 zurück, in dem Langeraner zusammen mit der bauernschaft Lenklar bereits ein Schützenfest abhielten.
Der Grundstein des eigenständigen Vereins wurde mit dessen Planungen im Jahre 1925 gelegt und ist seither als Entstehungsdatum festgehalten. Offiziell gegründet am 11. März 1929 wählten 30 Gründungsmitglieder ihrerzeit den ersten Vorstand.
Ein König wird König
Als erster Schützenkönig der Vereinsgeschichte, im ersten Schützenjahr 1929, konnte sich der als Lehrer tätige Clemens König in die Geschichtsbücher eintragen.
Er wählte seine ehemalige Kollegin Paula Berlemann zur ersten Königin. König unterrichtete in der alten Schule zu Langern, welche heute das Dorfgemeinschaftshaus von Langern bildet. Am Osticker Berg lehrte er nicht nur das Lesen und Schreiben, sondern war zugleich auch Leiter des Trommelchors.
Berlemann musste Ihren Beruf nach der Heirat des Langerner Schlossers Heinrich Berlemann aufgrund des noch bis 1951 geltende Lehrerinnenzölibat aufgeben.
Die Geschichte der Fahne
Die Premiere der ersten Vereinsfahne erfolgte im Jahr 1933. Handgestickt von Hedwig Wanderka, war sie treuer Begleiter und Aushängeschild des Schützenvereins an vorderster Stelle in der Kompanie. Wanderka war von 1929 bis 1957 Lehrerin in der Langerner Volksschule und unterrichtete unter anderem das Handarbeiten, was dem Verein in Form der Fahne als Glücksgriff diente. Im Jahre 1976 ließ der Verein die mittlerweile über vier Jahrzente alte Fahne aufarbeiten und im neuen Glanz erscheinen.
Pünktlich zum 100-Jährigen Jubiläum wurde die alte Fahne in den Ruhestand begleitet und durch eine neu angefertigte Fahne ersetzt. Mit tatkräftiger Unterstützung starker Partner und Persönlichkeiten gelang es in den Caritas-Werstätten unter der Leitung von Cornelia Hanke eine repäsentative Fahne neu aufzusetzen, der mit Sicherheit eine genauso geschichtsträchtige und ehrwürdige Zeit vorausbesteht.
Ältestes Gebäude als Wahrzeichen des Vereins
Im Wappen des Vereins klar zu erkennen, steht die Antonius Kapelle zu Langern. Das älteste Gebäuder der Bauernschaft, erstmalig erwähnt im Jahr 1374 befindet sich knapp zwei Kilometer fußläufig entfernt vom Dorfzentrum.
Gelegen zwischen den Höfen im Hoerm, dient sie heute für Trauungen, Taufen und diversen Gottesdiensten zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Für die Pflege und Instandhaltung kümmern sich aktive Schützen und Schützinnen, um das Wahrzeichen des Vereins stets im besten Glanz zu wahren. Zudem bietet der Vorplatz der Kapelle Raum für Veranstaltungen und geselligem Beisammenkommen innerhalb des Vereins.
Weihnachtsmarkt als neue Tradition
Seit über dreißig Jahren erwärmt der vom Schützenverein organisierte Weihnachtsmarkt von Langern jährlich die Herzen der Menschen im Dorf und der ganzen Region.
Erstmalig im Jahr 1996 gefeiert bietet der Markt geselligen Austausch, diverse Angebote lokaler Spezialitäten und Handwerksprodukte, sowie als Highlight den Besuch des Nikolauses auf dem Hauptplatz.
Der Weihnachtsmarkt findet großen Anklang in allen Altersgruppen und stärkt vor allem den Zusammenhalt und die Bindung des Dorfes und Vereins. Eine Tradition die noch lange fortbestehen wird.